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Das Jubiläumsfest in Quarten - ein gesegneter Tag

Arbeitsgruppe Neue kirchliche Bewegungen | 31.10.2014

Das Jubiläumsfest in Quarten - ein gesegneter Tag

Es war ein strahlend schöner Okto­bertag, an dem die Schönstattfamilie der Schweiz in Quarten den 100. Grün­dungstag Schönstatts gefeiert hat.

Es war ein strahlend schöner Okto­bertag, an dem die Schönstattfamilie der Schweiz in Quarten den 100. Grün­dungstag Schönstatts gefeiert hat. Be­reits im Eingangsbereich standen Zelte, in denen man einerseits die Teilnehmer­karte und das Programmheft bekommen konnte, und anderseits auch Café, Tee oder sonst ein Getränk. Auffallend war, dass man im ganzen Zentrum nicht nur Schwyzertütsch sprechen hörte, sondern auch Französisch, Spanisch oder Kroa­tisch. Auch das Programmheft war drei­sprachig gestaltet. Somit wurde deut­lich, dass Schönstatt international ist. Neben älteren Schönstättern begegnete man auch jungen Frauen und Männern, ebenso Familien mit Kindern und Ba­bys. Manche haben sich hier nach länge­rer oder kürzerer Zeit wieder getroffen und sich über die Begegnung gefreut.

Um 10 Uhr begann in der Pfarrkirche von Quarten der Festgottesdienst. Bi­schof Marian Eleganti stand als Vertreter der Schweizer Bischöfe der Liturgie vor. Unter den 7 Konzelebranten waren der Spanierseelsorger der Ostschweiz und ein Priester aus der welschen Schweiz. Un­ter den Ministranten fand sich auch ein kleiner Bub, der mit Begeisterung seine liturgische Kerze trug. Auch vier stram­me Schweizergardisten fehlten nicht.

Zum Beginn der Messe wurde ein einfaches, aber beeindruckendes Mysterienspiel aufgeführt. Es kreiste um das Schönstatt vor 100 Jahren und heute. In seiner Predigt, die der Bischof frei vor dem Altar mit dem Mikro in der Hand hielt, ging er von der Frage aus: Was ist ein Liebesbündnis? Es wies hin, dass in der Dreifaltigkeit ein Liebes-bündnis besteht. Das Bündnis der Liebe ist ein Vertrag, wobei die Initiative von Gott ausgeht. Er hat mit Maria ein Bündnis geschlossen. Sie war für Christus da und hat ihm mit grosser Treue gedient. Um 13.15 Uhr und um 14.15 Uhr wurden etwa 12 Ateliers ebenso Kurzfilme über die Spiritualität Schönstatts und P. Kentenich angeboten. Es gab auch die Gelegenheit, auf dem Besinnungsweg zum Heiligtum den „Ort der Sakramente“ zu besuchen und sich mit den Initianten über persönliche Erfahrungen mit den Sakramenten im Alltag auszutauschen. Um 15.45 Uhr war vor dem Heiligtum die Einstimmung auf die Liebesbündnisfeier in Schönstatt. Im Bühnensaal und an anderen Orten konnte man ab 16.30 per Bildschirm life diese Feier aus der Arena in Schönstatt miterleben. Nach einem Grussworte von Papst Franziskus wurde von den Studenten der Schönstatt-Patres das MTA-Bild vom Urheiligtum in die Arena getragen. Als Zeichen der Huldigung an die Gottesmutter sang eine Marienschwester aus Vietnam ein Loblied.

Nachdem an die Gründungsstunde von 1914 er­innert worden war, wurde das Bild der Gottesmutter in feierlicher Prozession zum Urheiligtum getragen – verbun­den mit der Bitte, Maria möge sich er­neut im Urheiligtum niederlassen, um auch im 2. Jahrhundert der Schönstatt­geschichte die Beiträge der Liebe der Menschen zu empfangen und Wunder der Gnade zu wirken. Anschliessend wurde das Vaterauge – Symbol des liebenden Vatergottes – im Urheilig­tum angebracht. Mit der Weihe an die Gottesmutter, die jeder in seiner Spra­che betete und einem Sendungswort schloss die internationale Übertragung.

In der Pfarrkirche von Quarten rich­tete Bischof Marian ebenfalls ein Sen­dungswort an die Schönstattfamilie und überreichte Vertretern der sieben Schweizer Heiligtümer eine Fackel. Es folgte eine Prozession mit den Fa­ckeln und den Krügen mit den Bei­trägen zum Gnadenkapital zum Platz vor dem Provinzhaus der Schwestern. Dort wurden die Zettel verbrannt. Als Antwort des Himmels leuchteten die Churfirsten in der Abendsonne.

Mögen sie alle mit Freude auch im 2. Jahrhundert der Schönstattgeschichte aus dem Liebesbündnis mit der Gottes­mutter leben.

P. Toni Durrer